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  • Claudia Spaar

Beispiel einer einleitenden Geschichte bei einer Trauerrede

Trauergeschichte vom Geboren werden und Sterben

Was weiss man schon von der grossen weiten Welt bevor man geboren wird?

Verbunden mit einer Nabelschnur erhalten wir ganz selbstverständlich Nahrung von der Mutter. Was wissen wir zu diesem Zeitpunkt schon darüber, dass wir einmal selbständig essen werden?

Mit unseren Augen Licht, Farben und Formen erkennen?

Dass die Nase Gerüche wahr nehmen wird, von denen sie nichts weiss?

Umgeben vom blubbernden Fruchtwassers, was wissen wir zu diesem Zeitpunkt darüber, was uns draussen für Geräusche erwarten?

Nur manchmal dringt ganz leise, etwas zu dem Ungeborenen durch, vielleicht wenn die Mama singt. Das lässt das Kind ahnen, dass es da draussen noch mehr zu entdecken gibt.

Genauso ist es, wenn wir diese Erde wieder verlassen. Wir streifen unsere körperliche Hülle ab und gehen auf einen andere Ebene.

Was wissen wir schon darüber, was uns auf der anderen Seite erwartet?

Genauso vertrauensvoll wie sich das Ungeborene ins Leben hingibt, dürfen wir den umgekehrten Weg getrost gehen. Mit einer leisen Ahnung, dass dort drüben etwas unaussprechlich Schönes auf uns wartet.

Auch wenn ……………… nicht mehr unter uns ist, kann ab und zu etwas von der anderen Seite zu uns durchdringen, etwas das unser Verstand nicht fassen kann, um das unser Herz aber weiss. Ein Gefühl, eine Botschaft, etwas das du ganz genau verstehst. Es sind keine lauten Zeichen, nein du musst achtsam sein um sie zu hören und sehen.

So wünsche ich den Trauernden, die Achtsamkeit und das Verständnis diese Zeichen lesen zu können. Gleichzeitig auch die Bereitschaft sich wieder dem Leben im Hier und Jetzt zu widmen. Beides braucht ein JA zu dem was ist, ohne etwas festhalten oder ausschliessen zu wollen. Das nennt man Lebendigkeit, und die endet nicht mit dem Tod.

Wenn Energie ihre Form verlässt, so lebt sie in einer anderen Form weiter. Sie ist ewig.

Verfasst von Claudia Spaar 04.08.2021

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