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Wie eine Abschiedsrede entsteht

  • Claudia Spaar
  • 29. Jan.
  • 1 Min. Lesezeit

Beim Treffen mit der Trauerfamilie höre ich gut zu . Sogar zwischen dem Gesagten spüre und höre ich Dinge. Kürzlich sagte ich bei der Vorbesprechung: "Manchmal ist man Opfer und Täter in einer Person. Wir sind Opfer unserer individuellen Prägungen und werden zu Tätern, weil wir es nicht anders gelernt haben." Können sie etwas Versöhnliches in die Trauerrede einfliessen lassen,? war der Wunsch eines Familienmitglieds darauf.

Feinfühlig musste ich sein, ich durfte nicht etwa das was verletzt hat herunter spielen. Am Ende eines Lebens gnädig auf das was nicht gelungen ist zu schauen, braucht Weisheit und Mut.

Dazu lud ich die Trauernden ein. An dem Ausdruck ihrer Gesichter, am dem Nicken auf meine Worte konnte ich erfassen, dass da Verständnis war.

Bestimmt war der eine oder andere froh zu hören, dass es nicht um knallharte Abrechnung geht, sondern um liebevolles Annehmen seiner Lebensgeschichte. Jeder der Anwesenden wusste bestimmt, dass es auch in seiner Lebensgeschichte weniger schöne Dinge gibt.

Jesus sagte einmal, als die Menge eine Ehebrecherin steinigen wollte: Wer ohne Sünde ist nehme den ersten Stein.

Trauerrednerin/ Abschiedsbegleitung

Claudia Spaar

079 408 38 65


 
 
 

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